Die Mundflora ist offenbar deutlich anfälliger gegen Zucker als bisher angenommen. Zu diesem Ergebnis kam jetzt eine im Fachmagazin Scientific Reports erschienene Studie der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Die Freiburger Forscher fanden dabei heraus, dass bereits der Konsum von 10 Gramm Zucker am Tag die Bakterienvielfalt im Mund reduziert und gleichzeitig das Wachstum kariesverursachender Bakterien beschleunigt. Laut Studienleiter Prof. Dr. Elmar Hellwig, Ärztlicher Direktor der Klinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie des Universitätsklinikums Freiburg, seien vor allem Bonbons oder Fruchtsäfte gefährlich, da der Zucker dabei lange im Mund bleibt. Bereits ein Glas Apfelsaft enthält etwa zehn Gramm Zucker. Die Menge an Zucker, die jeder Deutsche im Durchschnitt täglich konsumiert, ist mit 90 Gramm um ein vielfaches höher. Die Studie belegte erneut den vermuteten Zusammenhang zwischen Zuckerkonsum und dem Ausbruch von Karies – mit Weltweit etwa 2,4 Milliarden Erkrankten eine der häufigsten Zahnerkrankungen.

Quelle: zwp-online | Bildquelle: freepik.com

Wer seinen Zahnarzt regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen aufsucht, kann sich diese Termine in ein Bonusheft eintragen lassen – und am Ende von einem Zuschuss durch die Krankenkasse profitieren. Geht ein Patient fünf Jahre lang regelmäßig zur Kontrolle (das heißt mindestens ein Mal pro Halbjahr), gibt die Krankenkasse nochmal 20 % Extra auf den den sogenannten Festzuschuss, den sie für bestimmte Leistungen ohnehin zahlt. Nach zehn Jahren lückenloser Kontrollen beträgt der Bonus bereits 30 %. Kai Fortelka, Sprecher der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, betont jedoch, dass der Bonus nur dann gelte, solange der Patient auch weiterhin zur Behandlung gehe – und zwar ohne Pause: „Wer einmal unterbricht, muss wieder von vorne anfangen.“ Regelmäßige Kontrollen durch den Zahnarzt sichern somit nicht nur die Zahngesundheit, sondern bieten auch dem Patienten einen Geldwerten Vorteil.

Quelle: BILD Bildquelle: Prodente.de

Bayerische und Hamburger Zahnärzte haben die zufriedensten Patienten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Auswertung von knapp 327.000 Zahnarztempfehlungen, die auf jameda (www.jameda.de), Deutschlands größter Arztempfehlung und Marktführer für Online-Arzttermine, in den letzten vier Jahren veröffentlicht wurden. So vergeben bayerische Patienten für ihre Zahnärzte auf einer Schulnotenskala von 1 bis 6 durchschnittlich die sehr gute Gesamtnote 1,241, Zahnmediziner in Hamburg werden fast gleich gut mit der Note 1,25 bewertet. Ähnlich zufrieden sind die Zahnarztpatienten in Nordrhein-Westfalen und Hessen: Erstere erhalten durchschnittlich eine Note von 1,27, ihre hessischen Kollegen eine Durchschnittsnote von 1,28. Die hinteren Plätze hinsichtlich der Patientenzufriedenheit werden von den Zahnärzten in Bremen und Mecklenburg-Vorpommern belegt, die sich jedoch ebenfalls über sehr zufriedene Patienten freuen können (1,41 bzw. 1,47).

Zahnärzte punkten insbesondere mit Freundlichkeit und bei Angst-Patienten Im Vergleich mit anderen Facharztgruppen sind Patienten mit ihren Zahnärzten überdurchschnittlich zufrieden. Demnach vergeben Patienten für ihre Zahnärzte die sehr gute Gesamtnote 1,3. Die Zahnmediziner liegen damit im Vergleich aller Facharztgruppen weit über dem bundesweiten Durchschnitt von 1,75. Besonders zufrieden sind Patienten mit der Freundlichkeit ihrer Zahnärzte: Diese wird im Schnitt mit der äußerst guten Note 1,24 bewertet. Auch für ihren Umgang mit Angst-Patienten erhalten die Mediziner die ähnlich gute Note 1,26. Vergleichsweise ausbaufähig sind aus Patientensicht die Wartezeiten bei Zahnärzten. So wird die Wartezeit auf einen Termin „nur“ mit der Note 1,47 und die Wartezeit in der Praxis „nur“ mit der Note 1,43 bewertet.

1 In die Gesamtnote fließen die Durchschnittsnoten aus den Kategorien „Zufriedenheit mit Behandlung“, „Zufriedenheit mit der Aufklärung durch den Arzt“, „Beurteilung des Vertrauensverhältnisses zum Arzt“, „Zufriedenheit mit der Freundlichkeit des Arztes“ und „Zufriedenheit mit der genommenen Behandlungszeit“ der letzten vier Jahre ein.

Quelle: jameda. Bildquelle: unsplash.com

Bei einer Fachgesellschafts-Konferenz für Zahnärzte wurde eine neue Empfehlung für den Fluoridgehalt in Kinderzahnpasten beschlossen. Die Experten aus der DACH-Region und den Niederlanden sprachen sich dafür aus, dass Kinder von zwei bis sechs Jahren ihre Zähne täglich zweimal ihre Zähne putzen sollten – und zwar mit einer erbsengroßen Menge an Zahnpasta, deren Fluoridgehalt bei 1000 ppm Fluorid liegt. Bislang galt für Kinder eine reduzierte Fluoridkonzentration von 550 ppm. Die neue Empfehlung bezieht sich darauf, dass der Kariesrückgang an den bleibenden Zähnen deutlicher ausfällt als an den Milchzähnen. Zudem empfehlen auch internationale Experten wie die American Dental Association (ADA) und die Europäische Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde (EAPD) für Kinder bis sechs Jahren Zahnpasten mit höherer Fluoridkonzentration.

Quelle: zwp-online. Bildquelle: Prodente.de

Makellos weiße Zähne sind das Schönheitsideal– und dank Bleaching heutzutage kein Problem mehr. Bisher wurde dazu meist Wasserstoffperoxid verwendet. Doch Forscher an der chinesischen Nanchang University haben jetzt eine Alternative gefunden: Titandioxid. Zwar gibt es auch Bedenken gegen den Stoff, da er u.U. krebserregend sein kann – allerdings wird der Stoff bereits unter anderem in Kosmetika und Arzneimitteln verwendet. Laut den Wissenschaftlern demineralisiert Titandioxid zudem die Zähne nicht und besitzt außerdem noch eine antibakterielle Wirkung. Die Studie, die in ACS Biomaterials Science & Engineering veröffentlicht wurde, geht davon aus, dass Titandioxid Wasserstoffperoxid als Bleachingmittel ablösen könnte.

Quelle: zwp-online. Bildquelle: Adobe Stock